So war’s: Vizthink Hamburg Meetup #14 – Lehren & Lernen

Vizthink_HH_Meetup_Disco_LightRalfs Vizthink Disko Installation hat etwa 50 Vizthinkern den Weg in der Uni Hamburg gewiesen. Die Räumlichkeiten untermalten unser Thema ‚Lehren & Lernen‘ optimal: Grüne Tafel mit Vizthink Schule Logo, Tische im Hufeisen und Arbeitsblätter auf dem Pult.

Warm Up
Um die Finger aufzuwärmen und um ins Gespräch zu kommen, haben wir REBUS gespielt.


Vizthink_HH_REBUSIn 2-er Teams denkt man sich einen Begriff aus, der aus zwei Bildern besteht. Beispiele: Zahn + Rad, Uhr + Laub, Suppe + Kasper, Fuß + Pilz, Eis + Würfel, …  Die einzelnen Begriffe werden ausschließlich gemalt, so dass der Partner oder andere Teams die Bilder erkennen und den gesuchten Begriff zusammen setzen müssen.

 

Vizthink_HH_BüchertischAuf dem Büchertisch von Ralf hatten wir die Chance in die absoluten Klassiker der visuellen Szene aber auch in Newcomer reinzuschauen. Noch ganz druckfrisch ist nämlich das schöne Einsteigerbuch von Malte von Tiesenhausen – es heißt ‚Ad hoc Visualisieren‚ und wird garantiert ein Klassiker werden. Ralf und Britta haben hier ein paar Bücher zusammen getragen.

Vizthink_HH_Ralf_BildungsreiseZunächst hat Ralf Appelt uns mit auf eine Reise durch die visuelle Bildungsgeschichte genommen. Die ersten visuellen Zeichen gab es schon in Form von Höhlenmalereien, später finden wir hoch entwickelte Bilder in Kirchen. Das erste visuelle Schulbuch gab es in Europa vom 17. bis zum 19. Jahrhundert: das berühmte Orbis Pictus. Im Vortrag wird schnell klar, dass Lehren & Lernen und Visualisierung ein Dream Team sind. Ralf erklärt uns die Unterschiede zwischen diversen visuellen Methoden, die aus dem Bildungsbereich nicht wegzudenken sind: Tafelbilder, Mindmaps, Fischgrätendiagramme, Sketchnotes für die Abi-Paukerei, visuelle Arbeitsblätter, Graphic Organizer, Placemat-Methode und Lernlandkarten. Auch wenn die Funktionen der beiden Gehirnhälften längst überholt scheint, sind wir uns einig, dass multimodales Lernen – also über das Hören, Sehen und Selbermachen – zukunftsweisend ist. In der anschließenden Diskussion erfahren wir, dass es an Walldorfschulen zum Konzept gehört, sein eigenes Schulbuch zu gestalten.

Zur Inspiration hat Ralf uns noch eine Hausaufgabe in Form eines visuellen Templates mitgegeben: Stelle dir eine Frage, z.B. warum ist ein Graphic Organizer sinnvoll? Die Frage kommt unter den Baum, die Antworten & Assoziationen in die sechs Felder des Baumes. Carola Fichtner @CFWeb hat euch das auf twitter einmal vorgemacht.

Vizthink_HH_Christian_Martin_DAADie zweite Inspiration des Abends brachte Christian Martin vom DAA mit: ein visuelles Kartenset zur beruflichen Kompetenzerfassung als Hilfsmittel für Beratungsgespräche mit Nicht-Muttersprachlern. Christian betonte, dass es eine große Herausforderung war, das Kartenset in einer so kurzen Zeitspanne zu erstellen, da es so leicht wie eine IKEA Anleitung sein müsse. Glücklicherweise ist dies fürs erste dank der Zusammenarbeit mit unserer Vizthink Mitte Kollegin Tanja Wehr gut gelungen.

Wir danken insbesondere Diana Soriat für das tolle Grapic Recording an der riesigen Graphic Wall und ihren Bericht zum Meetup. Das Ergebnis ist eine wunderbare Erinnerung an unseren gemeinsamen Abend.

Vizthink_HH_Diana_GR

Weitere Bilder vom Meetup gibt es im Flickr-Album.

Britta Ullrich

Veröffentlicht von

vizworks.de

Ich gehöre zum Gründungsteam von vizthink.de und zum Hamburger Orga-Team. Mein Visual Thinking Fokus betrifft die Frage wie sich Visualisierung für effektives Arbeiten einsetzen lässt. Bei XING beschäftige ich mich als Team Lead mit User Experience Research und Kreativitätsmethoden. Bei vizworks.de lehre ich als Trainerin Erwachsenen die 'Bildsprache für die Arbeit'. Es geht darum die eigenen, komplexen Ideen gewinnbringend zu kommunizieren - nicht um Kunst. Es ist meine Vision, die Bildsprache zu verbreiten, um die Innovationskraft zu fördern sowie Fokus und Spaß in unseren Arbeitsalltag zu bringen.

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  1. Pingback: Von der Höhlenmalerei zum Graphic Recording | beteiligungsblog.de

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