Das Interesse am Thema „Sketchnotes in der Schule“ scheint allgemein groß – schon ein paar Tage nach der Ankündigung waren sämtliche Plätze vergeben und die Warteliste lang. Am Mittwoch Abend hatte sich dann im virtuellen Berlin eine bunte Mischung aus Lehrerinnen, Dozentinnen, Weiterbilderinnen, Coaches und anderen am Thema interessierten Menschen versammelt, die zusammen mit Nadine Roßa, Ben Felis und Jutta Korth (die hier gerade schreibt) kreativ werden wollten.

Teil I des Meetups hatte übrigens vor gut einem Jahr beim Cornelsen Verlag in Berlin stattgefunden, bei dem Nadine ihr gerade erschienenes Buch „Sketchnotes in der Schule“ vorgestellt hat – vielleicht war jemand von euch dabei…

In Abgrenzung dazu sollte es diesmal um die Frage gehen, wie man als Lehrkraft im Unterricht Visualisierungen einsetzen kann.

Nach einer kleinen Aufwärmübung, bei der jeder seine Unterrichtsfächer oder Lieblingsfächer aus der Schule zeichnen sollte (ich wusste gar nicht mehr, WIE VIELE unterschiedliche Fächer es eigentlich gibt!) gab es einen kleinen visuellen Input von mir zu der Frage, wofür man Visualisierungen in der Schule eigentlich einsetzen kann. Visuals helfen nämlich nicht nur dabei, Inhalte und Zusammenhänge zu erklären, sondern können auch Abläufe darstellen, einen Überblick über den Lerninhalt eines Faches geben (Stichwort Lernlandkarten), man kann den Unterricht damit organisieren, Gespräche begleiten und so weiter und so weiter. Oder, wie Ralf es treffend ausgedrückt hat „Tatsächlich gibt es in der Schule kaum etwas, wo Visualisierungen nicht helfen!“

Und natürlich kam die Frage auf, die in diesem Zusammenhang immer aufkommt: Reden wir hier denn eigentlich noch von Sketchnotes? Berechtigte Frage.

Unter Sketchnotes im ursprünglichen Sinne versteht man ja ein visuelles Protokoll mit einfachen Skizzen und Textnotizen, das man für sich selber anfertigt. Eine Lehrkraft, die für die Lernenden bestimmte Inhalte und Zusammenhänge mit einfachen Symbolen visualisiert, macht also streng genommen keine Sketchnotes. Genau genommen müsste man an dieser Stelle vielleicht eher von „Visualisierung“ oder besser von „Visualisierung im Sketchnote-Stil“ sprechen. Hier ist sicherlich noch eine klarere Abgrenzung der Begrifflichkeiten nötig…

Nach dem kurzen Ausflug in die Grundsätze und Definition von Sketchnotes wurde es dann aber doch wieder praktisch und wir haben gemeinsam viele Begriffe aus dem Bereich Schule und Bildung visualisiert. Und da waren ein paar ganz schöne Brocken dabei. Ich sach nur: Grammatik!
Ich war schwer beeindruckt, was für tolle Ergebnisse in der anschließenden Gruppenarbeit entstanden sind. Denn dank unseres wunderbaren DJs Ben, der mit viel Überblick die entsprechenden Beiträge für alle in den Fokus gerückt hat, konnten wir die Ergebnisse wunderbar miteinander teilen.

Falls ihr dabei mitgemacht habt und eure Ergebnisse noch nicht gezeigt oder gepostet habt, holt dies gern unter dem Hashtag #visualisiereninderschule nach und verlinkt zu @vizthinkberlin (Dort könnt ihr in den Story-Highlights auch die Ergebnisse der anderen Teilnehmer sehen)


In einem sind wir uns glaube ich alle einig gewesen: Visualisierende Lehrerinnen unterstützen die Schülerinnen beim Lernen. Erst recht, wenn sie den Lernenden dann noch beibringen, im Unterricht selber visuelle Notizen zu machen (Stichwort „Lernen lernen“). Für mich gehört das Thema Visualisierung deshalb definitiv in die Ausbildung aller Lehrer*innen und ich hoffe, ihr tragt es weiter…!

Links zum Thema:
• Buchtipp: Sketchnotes in der Schule, Nadine Roßa
• Workshop-Tipp: Sketchnotes für Lehrkräfte, Jutta Korth, www.visual-workers.com

Und jetzt noch eine dringende Bitte an diejenigen unter euch, die sich für das Meetup angemeldet hatten und dann nicht teilnehmen konnten oder wollten: Bitte gebt uns doch beim nächsten Mal Bescheid, wenn ihr nicht dabei sein werdet, damit wir euren Platz an jemand anderes weitergeben können. Am Mittwoch Abend sind fast 30 Plätze (!) frei geblieben, die wir so kurzfristig natürlich nicht mehr weitergeben konnten. Das finden wir sehr schade für alle, die auf der Warteliste standen und gern dabei gewesen wären… –

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